Project Description
Oktober 2025: BHU-Kongress in Berlin

Projektbeteiligte und Partner*innen (© Foto: André Baschlakow)
LVR-GeSCHICHTEN-Team beim Bundeskongress Heimat in Berlin
– 13. bis 14. Oktober 2025
„Heimat Energielandschaften“ – unter diesem Titel widmete sich der Bundeskongress Heimat am 13. und 14. Oktober 2025 in Berlin den vielschichtigen Beziehungen zwischen Energie, Landschaft und gesellschaftlichem Wandel. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen, wie Energiegewinnung Landschaften formt, Identitäten prägt und zivilgesellschaftliches Engagement herausfordert und inspiriert.
Von historischen Mühlen bis zu Windparks – Energielandschaften verändern seit Jahrhunderten das Leben der Menschen. Entsprechend breit gefächert war das Themenspektrum des Kongresses: Es reichte von den Spuren der Braunkohle über den Strukturwandel in den Revieren bis zu neuen Beteiligungsformen bei der Energiewende. Wie Bürgerinnen und Bürger überall in Deutschland mitgestalten können, wenn sich ihre Landschaft verändert, zog sich als roter Faden durch die Diskussionen.
Schirmherr des Kongresses war der hessische Staatsminister Jung. Partner der Veranstaltung war unter anderem der Landschaftsverband Rheinland, der mit seinem GeSCHICHTEN-Team vertreten war. Schon am ersten Tag rückte das Thema zivilgesellschaftliches Engagement ins Zentrum: In der Diskussionsrunde des Deutschen Forums Nachhaltiges Heimatengagement hob Antje Grothus, MdL NRW, die besondere Rolle des Rheinischen Reviers und seiner Akteur*innen im Strukturwandel hervor. Am Abend präsentierte Andrea Graf vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte filmische Einblicke in die Kultur des Schützenfestes von Keyenberg – begleitet von einem musikalischen Beitrag des Lausitzer Künstlers Lars Katzmarek.
Besonders sichtbar wurde das GeSCHICHTEN-Team am zweiten Kongresstag im Deutschen Forum Immaterielles Kulturerbe. Unter dem Titel „Bedeutung von Kultur im Strukturwandel“ stellte Dr. Dagmar Hänel geSCHICHTEN Rheinisches Revier vor. Zusammen mit Wolfgang Lothmann vom Heimatverein Erkelenzer Lande, der das digitale Virtuelle Museum der verlorenen Heimat präsentierte, zeigte sich eindrucksvoll, wie stark kulturelles Engagement zur Bewahrung und Neuinterpretation von Heimat beitragen kann. In der anschließenden Gesprächsrunde unter dem Motto „Landschaft und Energie als lebendige Tradition bewahren“ diskutierten Andreas Ohse von der Mitteldeutschen Gesellschaft für Industriekultur e.V., Rita Rickel von der Protestgruppe „Alle Dörfer bleiben“ und Helgo Schütze von der Genossenschaft Solarwärme Bracht, wie sowohl Traditionen des historischen Bergbaus als auch Protestbewegungen und umweltfreundliche Energiegewinnung zum Bürgerengagement motivieren.
Auf dem Markt der Möglichkeiten sorgte das GeSCHICHTEN-Team für ein besonderes Highlight: Teile der wachsenden GeSCHICHTEN-Ausstellung luden Besucher*innen ein, durch die gezeigten Exponate an persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen von Bewohner*innen des Rheinischen Reviers teilzuhaben. So wurde sichtbar, wie gelebte Geschichte und gegenwärtiger Wandel miteinander verbunden sind – und wie Heimat immer wieder neu erzählt wird.



