Von der Eifel nach Habbelrath und zurück
Kindheitsjahre im Vorfeld des Tagebaus Frechen

Charlotte_Weber_Kommunion Habbelrath_1969_kl
Eigentlich komme ich aus einem kleinen Dorf in der Nordeifel, aber mein Vater fand 1964 Arbeit in Frechen in der Autobahnmeisterei. So sind meine Eltern mit uns drei Kindern nach Habbelrath in die Frechener Straße gezogen. Gegenüber war der lange Zaun, der die RWE-Werkstatt (heute RWE Technikzentrum Tagebaue bzw. Hauptwerkstätte Grefrath) von uns trennte. Ich genoss das Leben in dem Vier-Familienhaus mit den anderen Kindern. Vor dem Haus hielt regelmäßig das kleine Milchauto, wo man die frische Milch in eine Kanne abfüllen konnte. Vom Dorf war ich gewohnt, die Milch direkt beim Bauern zu holen und dabei Stallluft zu schnuppern, vielleicht ein Kalb zu streicheln.
In Habbelrath wurde ich auch eingeschult. Das waren natürlich aufregende Zeiten mit Fräulein Schneider, unserer Klassenlehrerin. Heute gibt es noch die braune Bärin mit ihren beiden Jungen auf der Wiese vor der Schule, auf der wir herumgeklettert sind. Leider ist hinter der Schule alles weggebaggert. Dort war Alt-Habbelrath, von dem es nun nur noch Bilder und alte Karten gibt.
Erinnerungen an die Erstkommunion in Habbelrath
Natürlich wurde ich auch zum Kommunionunterricht angemeldet. Ich erinnere mich an die Nachmittage in der Kirche, wo uns die einzelnen Gegenstände gezeigt wurden. Während der Pause durften wir im Kirchgarten unter den Apfelbäumen spielen. Am Tag der Kommunion hat es dann leider geschneit und es war nicht so leicht, im Schnee nach Haus zu kommen. Im Kleid mit den in Locken gelegten Haaren fühlte ich mich sehr unwohl. Aber ich bekam ein Fahrrad geschenkt – leider noch zu groß, sodass ich zunächst nicht darauf fahren konnte.
1970 ist diese Kirche dann nach Neu-Habbelrath umgezogen und die alte abgerissen worden, sodass ich sie heute nicht mehr besuchen kann und auch nicht weiß, ob meine Erinnerungen mich nicht trügen.

Zurück in die Eifel
Als ich acht war, ist meine Familie dann wieder in die Nordeifel umgezogen, da meine Eltern im Heimatdorf meiner Mutter ein Haus für uns bauen wollten.
